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Was tun, wenn die Luft weg bleibt?
3. Folge:
Lungen- und Rippenfellentzündung
sind nicht harmlos, aber Antibiotika sollten trotzdem nur in Notfällen eingesetzt werden.
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Erkrankungen von Lunge und Bronchien müssen sehr ernst genommen werden, weil sie nicht immer harmlos verlaufen.
Dazu gehören die Lungen- und Rippenfellentzündung, aber auch das Herz- und Bronchialasthma. Eine Lungenentzündung entsteht ähnliche wie die Bronchitis durch eine Infektion mit Bakterien oder Viren. Häufig ist sie sogar die Folge einer nicht ausgeheilten Bronchitis. Wichtig ist es hier, dass Sie auf die Symptome einer Lungenentzündung achten. Sie ähneln sehr der einer Bronchitis, sind aber noch wesentlich stärker. Zuerst tritt bei einer Lungenentzündung meist ein anhaltender, trockener Husten auf, bei dem sich jedoch wenig Schleim löst. Im Normalfall stellt sich dann auch hohes Fieber ein, der Patient wird kurzatmig und bekommt Schmerzen in der Brust. Beim Verdacht einer Lungenentzündung sollten Sie immer einen Arzt zu Rate ziehen, denn die Krankheit kann sich so dramatisch entwickeln, dass sie lebensgefährlich wird. Das gilt ganz besonders für ältere, geschwächte Menschen, die dieser Krankheit nicht mehr genug Widerstandskräfte entgegensetzen können. Auch hier gilt die Regel, dass nur im äußersten Notfall Antibiotika eingesetzt werden sollten. Ganz besonders bei Kindern kann durch voreiligen Antibiotikaeinsatz die körpereigene Abwehrkraft des kindlichen Körpers nachhaltig geschwächt und geschädigt werden, so dass das Kind auch in Zukunft besonders anfällig für alle Arten von Krankheiten ist. Lässt sich der Einsatz jedoch überhaupt nicht vermeiden, so sollten wenigstens parallel dazu Medikamente mit antibiotikaresistenten Darmbakterien eingenommen werden, damit die schädliche Auswirkung der Antibiotika auf die Darmflora vermindert oder verhindert werden kann. Auf jeden Fall aber sollte die ärztliche Therapie immer mit eigenen Hausmitteln unterstützt werden. Mit Hilfe der Naturheilmethoden lässt sich die Krankheit deutlich abschwächen und der Krankheitsverlauf entschieden verkürzen. Achten Sie bei einer Lungenentzündung zuerst einmal darauf, dass der Patient viel frische Luft braucht. Also Fenster öffnen und gut durchlüften. Wichtig ist, dass im Krankenzimmer für ausreichende Luftfeuchtigkeit gesorgt wird. Legen Sie hierzu feuchte Handtücher auf die Heizung, so dass für genügend Wasserverdunstung gesorgt ist. Besonders wirksam ist es, wenn Sie die Handtücher vorher noch mit ätherischen Ölen besprenkeln. Empfehlenswert sind hier zum Beispiel japanisches Heilpflanzenöl (Pfefferminzöl), Eukalyptusöl und Thymianöl. Mit der Verdunstung gelangen auch die Wirkstoffe der ätherischen Öle in die Luft und erleichtern dem Patienten die Atmung. Außerdem: Das hochkonzentrierte Pfefferminzöl wirkt auch noch in großer Verdünnung bakterientötend. Ein altbekanntes und wirksames Brustmittel ist Karottensirup. Schneiden Sie gewaschene und geputzte Karotten in kleine Stücke und pressen Sie sie aus. Den Karottensaft dann mit Kandis zu einem Sirup einkochen und in abgedeckten Gläsern aufbewahren. Täglich sollten Sie drei Esslöffel einnehmen. Auch einige Tees haben sich ganz besonders bei Lungenentzündung bewährt. Wirkungsvoll ist zum Beispiel eine Mischung aus Lungenkraut mit Spitzwegerich und Zinnkraut. Mischen Sie die drei Heilpflanzen zu drei gleichen Teilen, bereiten Sie einen Aufguss zu und trinken Sie auch davon drei Tassen täglich. Wenn der Tee Trinktemperatur erreicht hat, sollten Sie ihn außerdem noch mit Honig süßen. Das Allheilmittel Honig wirkt nämlich auch sehr stark schleimlösend bei allen Bronchial- und Lungenerkrankungen. Auch eine Zwiebelauflage, die Sie gegen Ihren Husten auf die Brust auflegen können, hilft. Schneiden Sie dazu Zwiebeln klein und rösten Sie sie in einer Pfanne mit Fett. Legen Sie dann die Zwiebeln so warm , wie Sie es vertragen auf die Brust und reiben Sie den Brei auch etwas ein. Decken Sie ein wollenes Tuch darüber. Die Auflage sollte stündlich erneuert werden. Wie bei vielen Erkrankungen kommt auch bei der Lungenentzündung die Kneipptherapie zu Ehren. Waschen Sie deshalb Ihre Unterarme mehrmals täglich mit Essigwasser und bürsten Sie sich hin und wieder Brust und Rücken mit einer Trockenbürste. Sollte Fieber aufgetreten sein, so machen Sie sich kalte Bein- und Wadenwickel. Wichtig ist natürlich auch die gesunde Ernährung. Wenn Sie akut an einer Lungenentzündung erkrankt sind, sollten Sie wenig essen, aber viel trinken. Am besten frische Obstsäfte wie zum Beispiel Orangen-, Zitronen-, Johannisbeer-, Trauben- oder Himbeersaft. Diese Säfte enthalten viel abwehrsteigerndes Vitamin C. Natürlich können Sie durch Zugaben von reiner Ascorbinsäure (Apotheken) den Vitamin-Anteil noch erhöhen. Als feste Nahrung sollten Sie während einer Lungenentzündung vornehmlich Frischkost zu sich nehmen. Frische Salate und Gemüse enthalten die lebensnotwendigen Vitamine und Mineralien, die Sie brauchen, um schnell wieder auf die Beine zu kommen. Ähnlich wie bei der Lungenentzündung macht sich auch die Rippenfellentzündung bemerkbar. Fieber, trockener Reizhusten und stechende Schmerzen in der Brust, im Rücken oder in der Seite sind die ersten Symptome. Hinzu kommt dann auch noch eine oberflächliche Atmung, da die Lunge durch das entzündete Rippenfell bei der Einatmung in ihrer Ausdehnung behindert wird. Das liegt daran, dass das Rippenfell beide Lungenflügel mit seiner feuchten, glatten Gewebsschicht umgibt. Man unterscheidet nun zwischen einer feuchten und einer trockenen Rippenfellentzündung. Bei der trockenen Form entzündet sich lediglich die glatte Gewebsschicht, bei der feuchten Form sammelt sich dagegen schon Flüssigkeit in dem Spalt zwischen Lunge und Rippenfell an. Ursachen der Erkrankung sind auch hier wieder Infektionen durch Viren oder Bakterien. Nicht selten tritt die Rippenfellentzündung aber auch als eine direkte Folge der Lungenentzündung auf. Sowohl bei der feuchten wie auch bei der trockenen Rippenfellentzündung sind die Beschwerden sehr ähnlich. Und ähnlich sind auch die Behandlungsmethoden. Aber auch bei der Rippenfellentzündung sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit immer einen Arzt zu Rate ziehen und natürliche Heilverfahren oder alte Hausrezepte nur als Begleittherapie einsetzen. Möglichkeiten dafür gibt es eine ganze Menge. So helfen gegen die bei der Rippenfellentzündung häufig auftretenden Brustschmerzen heiße Ölauflagen. Dazu erhitzen Sie drei Esslöffel Öl in einem Topf und tauchen einen Lappen hinein. Drücken Sie den Lappen anschließend aus und legen Sie ihn auf die Brust. Darüber wird dann noch ein Zwischentuch und abschließend ein Wolltuch gewickelt. Rasche Linderung bringt auch die Schweineschmalz-Kur. Dazu wird die Brust gut mit Schweineschmalz eingerieben und etwas Kampfer darüber gestreut. Nun kommt ein Zwischentuch auf die Brust und abschließend wird ein Wolltuch fest herum gewickelt. Anstatt Schweineschmalz können Sie natürlich auch Quark nehmen. Rühren Sie den Quark mit etwas Wasser an und geben Sie die Paste dann fingerdick auf die Haut. Auch hier wird wieder mit einem trockenen Tuch abgedeckt, anschließend ein Wolltuch herum gewickelt. Erneuern Sie den Umschlag immer dann, wenn der Quark trocken geworden ist. Wie bei allen Lungen- und Bronchialerkrankungen sind auch bei der Rippenfellentzündung Atemübungen sehr wichtig.. Am besten sollten diese Übungen an der frischen Luft durchgeführt werden. Die Übungen sind sehr einfach. Stellen Sie sich dazu aufrecht hin und heben Sie beide Arme langsam an. Während Sie die Arme anheben, atmen Sie tief ein. Dadurch gelangt die frische Luft bis in die kleinsten Winkel der Lunge. Beim Ausatmen lassen Sie nun die Arme wieder langsam herunterschwingen und beugen außerdem Ihren Oberkörper weit nach vorn. Dadurch pressen Sie auch noch den letzten Rest Luft aus der Lunge und machen Platz für den nächsten Frischluftzug. Diese einfache Übung sollten Sie mehrmals täglich für etwa zehn Minuten durchführen.
Sowohl die Lungen- als auch die Rippenfellentzündung sollte nach Abklingen der akuten, fieberhaften
Erscheinung in der Praxis eines naturheilkundlichen Therapeuten nachbehandelt werden. Wichtig sind auch hier -
wie bei der Bronchitis - Inhalationen mit proteolytischen Enzymen die entzündungshemmend und schleimlösend wirken.
Sehr schnelle Wirkung bringt auch die
Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Prof. Dr. Manfred von Ardenne,
der erkannt hat, dass der medizinisch reine Sauerstoff die Widerstandskraft des Körpers und vor allem
der Lungen- und Bronchialschleimhäute
verbessert. Besonders empfehlenswert ist auch die Infrarot-A-Tiefenbestrahlung (Hyperthermie),
die im bestrahlten Gewebe eine Temperatur von über 42 Grad erzeugen und damit entzündete Zellen zum Ausheilen bringen kann.Ein homöopathisch geschulter Behandler kann seinem Patienten auch noch eine für ihn spezielle zusammengestellte homöopathische Rezeptur verordnen. Gerade die Homöopathie hat sich nämlich bei allen Lungen- und Bronchialerkrankungen gut bewährt, da sie nicht nur die Abwehrkräfte des Körpers aktiviert, sondern die Krankheit bei der Wurzel packt und gründlich auskuriert. |
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Aus rechtlichen Gründen müssen wir an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden um Therapieverfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin handelt, die nicht unbedingt zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der vorgestellten Therapieverfahren beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht unbedingt geteilt werden. Selbstverständlich ist auch, dass niemals - weder von der Schulmedizin noch von der Naturheilkunde - der Erfolg einer Behandlung garantiert werden kann! |